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 Wie alles begann...

Seit nunmehr sechs Jahrzehnten besteht die DJK, doch der Fußball ist in Windheim schon viel länger zu Hause. Es gibt zwar keine schriftlichen Belege, doch aus der mündlichen Überlieferung der älteren Mitbürger ist bekannt, dass sich schon vor über 70 Jahren der Windheimer Burschenverein um die Fußball spielende Jugend gekümmert hat. In diesen Erzählungen ist auch immer wieder davon die Rede, dass in der Gemarkung „Schön“ ein Sportplatz angelegt war und man sich dort mit den Reichenbachern so manchen Fußballkampf geliefert hat.

 

Als sich nach dem Krieg das Leben so langsam wieder zu normalisieren begann, lebte im Dorf auch wieder das Fußballspiel auf. Auf einer Wiese traf man sich zum Bolzen, man organisierte Spiele gegen die Jugend aus den Nachbarorten, Als Sportkleidung genügte kurze Hose und ein weißes Unterhemd, Fußballschuhe hatten die wenigsten an. Wichtig war die Freude an der Bewegung und – ganz wichtig – die Freude an der Gemeinschaft.

Und immer mehr reifte der Wunsch, in Windheim einen eigenen Sportverein zu gründen. Lange wurde hin und her überlegt, bis es dann endlich am 13. September 1952 soweit war. 48 Windheimer hatten sich bereit erklärt, dem neuen Verein beizutreten. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch der damalige Ortsgeistliche Richard Konrad. Ihm war die Jugendarbeit schon immer ein besonderes Anliegen, und so empfahl der Seelsorger bei der Gründungsversammlung den Beitritt zur DJK. Die Satzung wurde beschlossen und der Verein damit offiziell gegründet.

 

Fahnenweihe 1977: Vorsitzender
Helmut Rotter, Pfarrer Anton Uhl,
P. Alexius Nöth

 

Der Vereinsbeitrag lag bei einer Mark für das Vierteljahr. Damit konnte man keine großen Sprünge machen. Im Vereinsbesitz war zunächst nur ein Ball, ein zweiter wurde von den Spielern im Jahr darauf offiziell in der Hauptversammlung beantragt. Das erste Trikot war auf Haustürgeschäfte zurück zu führen: Die Spieler gingen in Windheim von Haus zu Haus und sammelten Getreide, das sie dann verkauften. Der Erlös reichte gerade so aus für zehn blaue Hemden, weiße Hosen und blaue Stutzen. Die Vereinsfarben der DJK bis heute.

Auf dem ehemaligen Schafsee bauten die Windheimer mit viel Eigenleistung und Handarbeit einen Sportplatz und dann konnte es endlich los gehen, das geregelte Fußballspiel in den Meisterschaftsrunden. 

 

Der Männerclub kriegt Zuwachs

Die 60er Jahre stellten den Verein auf eine harte Bewährungsprobe. Die geburten-schwachen Kriegsjahrgänge machten sich bemerkbar, wegen Spielermangels musste der Spielbetrieb einige Jahre ganz ruhen. Doch ab 1969 ging’s aufwärts. Hans Masurek übernahm als Spielertrainer das Ruder, und 1973 stand ganz Windheim Kopf, als der Meistertitel nach einem legendären Sieg in Bad Bocklet und damit der Aufstieg in die B-Klasse feststand. Ein nicht ganz flimmerfreier Super 8 Film hielt die damalige Jubelarie bildlich fest. Ein tolles Zeitdokument im Besitz des Vereins. Von da war die DJK Windheim fester Bestandteil der B-Klasse Bad Neustadt – und ein reiner Männerverein.

 

Doch 1980 sollte sich das ändern. Quasi über Nacht bekam die DJK Zuwachs. 25 Mädchen und Frauen schlossen sich dem Verein an. Die Damengymnastikgruppe wurde gegründet, eine Abteilung, die heute nicht mehr aus dem Vereinsleben wegzudenken ist. 

Die sportlich erfolgreichsten Jahre der DJK waren sicherlich Anfang der 80er. Helmut Bach aus Reichenbach hatte ein Team übernommen, bei dem die Mischung zwischen jungen und erfahrenen Spielern genauso stimmte wie Trainingseifer, Leistungsbereitschaft und Harmonie. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten.

1981 schaffte man nach packenden Relegationsspielen den Aufstieg in die damalige A-Klasse, vergleichbar etwa mit einem Zwischending zwischen Kreisliga und Bezirksliga. Rund 260 Einwohner hatte Windheim damals. Alle Spieler der ersten und der Reservemannschaft waren Einheimische. Soll heißen: Sonntag für Sonntag standen zehn Prozent der Gesamtbevölkerung auf dem Fußballplatz – und oft genug fast der gesamte Rest am Spielfeld. Ein Jahr später musste das Team zwar wieder absteigen, nahm 1983 wieder an der Relegationsrunde teil und stürmte 1984 erneut in die A-Klasse.

Doch ab 1986 war es vorerst vorbei mit der fußballerischen Herrlichkeit in Windheim. Die geburtenschwachen Jahrgänge schlugen durch, Spielermangel war die Folge. Das Team wurde in die C-Klasse durchgereicht, oft spielte man sogar mit dem Gedanken, die Mannschaft wegen aktueller Personalnot aufzulösen. Einzige Hoffnung: Die Jugendarbeit, die zusammen mit den Nachbarvereinen Bad Bocklet, Aschach und Steinach betrieben wurde. Denn da wuchsen zwei hoffnungsvolle Jahrgänge heran. Und tatsächlich, pünktlich zum 40jährigen Bestehen 1992 war es soweit: Mit einer blutjungen Mannschaft wurden erneut die Meisterschaft und der Aufstieg geschafft. 

 

Die Spielgemeinschaft als Ausweg

Aber leider: Der Aufwind hielt nicht lange an. Im Jahr danach ging’s wieder in die C-Klasse zurück und von da an gab’s nur noch ein Thema: Haben wir für nächsten Sonntag genügend Spieler? Und dann war es soweit. Im Sommer 1996 musste der Schritt vollzogen werden: eine Spielgemeinschaft mit dem Nachbar- und Patenverein DJK Wacker Burghausen. Beide Vereine hatten alles Mögliche versucht, in ihrem jeweiligen Ort eine eigenständige Fußball-Mannschaft zu erhalten. Doch bei beiden war es ein hoffnungsloses Unterfangen. 

 

Das Zusammengehen war der richtige Weg. Hätte man sich nicht zusammengetan, weder in Burghausen noch in Windheim würde heute noch Fußball gespielt. Und nach eingen Jahren stellten sich auch die Erfolge ein. Und 2006 hat es endlich geklappt: Die Meisterschaft wurde errungen, auf gings in die Kreisklasse. Und wer hätte das gedacht: Gleich im ersten Jahr setzte Mannschaft den Höhenflug des Vorjahres fort und konnte mit Camillo Floth als Trainer gar an die Tür zur Kreisliga anklopfen. Vier Jahre hielt man die Klasse, dann gings nach einer völlig verkorksten Saison zurück in die A-Klasse, was sich jedoch als "Betriebsunfall" heraustellte: 

 

Die DJK Burghausen/Windheim holte nämlich nur ein Jahr später in eindrucksvoller Art und Weise mit nur einer Niederlage in der kompletten Saison die Meisterschaft der A-Klasse und kehrte - nach nur einem Jahr Abstinenz - in die Kreisklasse zurück. Pünktlich zum 60-jährigen Bestehen der DJK Windheim - im Jahre 2012 - feierte die DJK Burghausen/Windheim - nach 2006 -  ihre zweite Meisterschaft.

 

Im Jahre 2014 gewann die DJK Burghausen/Windheim nach 2008 und 2010 ihr drittes Relegationsspiel im 21. Jahrhundert vor einer atemberaubenden Kulisse mit 799 zahlenden Zuschauern. Somit gehört die DJK seit 2006 - nach ledigleich einer 1-jährigen Abstinenz - zum festen Invantar der Kreisklasse.

info@djk-windheim.de